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Wann ist der richtige Zeitpunkt für einen Reifenwechsel?

Wann ist eigentlich der richtige Zeitpunkt für einen Reifenwechsel? Diese Frage stellen sich Autofahrer meistens dann, wenn es um einen Wechsel zwischen Winterreifen und Sommerreifen geht. Doch auch unabhängig von den Jahreszeiten ist ein Reifenwechsel manchmal nicht nur sinnvoll, sondern sogar notwendig. Doch woran können Sie erkennen, wann ein neuer Satz Reifen angebracht ist? Ausschlaggebend für den Reifenwechsel sind hauptsächlich drei Faktoren: Die Witterung und damit einhergehend die Straßenverhältnisse, die Profiltiefe der Reifen sowie das Alter Ihrer Reifen.

Die Witterung ist entscheidend


Winter statt Sommerreifen: „Von O bis O“ - von Oktober bis Ostern, so lautet eine Faustregel für den richtigen Zeitraum, in dem Sie Winterreifen nutzen sollten. Entscheidend für die Frage, ob Sie Sommer- oder Winterreifen nutzen sollten, sind aber nicht Monate, Feiertage oder Faustregeln; entscheidend sind letztlich die Witterungsverhältnisse. Laut Gesetzgeber müssen die Reifen Ihres Autos nämlich den Wetterverhältnissen angepasst sein. Sollte es also Mitte Dezember 15 Grad Celsius warm sein und die Sonne scheinen, könnten Sie theoretisch auch noch mit Sommerreifen fahren. Andererseits bedeutet das aber auch, dass Ihr Wagen bei Minustemperaturen und glatten Straßen mit Winterreifen ausgestattet sein muss – auch wenn noch gar nicht Oktober sein sollte.


Das Reifenalter bestimmen


Unabhängig von Jahreszeiten und Witterungsverhältnissen ist ein Reifenwechsel aber auch sinnvoll und sogar notwendig, wenn Reifen zu alt werden. Das Reifenalter kann man am Reifen selbst ablesen. An der Außenseite des Reifens findet man die sogenannte DOT-Markierung. DOT steht für „Department of Transportation“ und beinhaltet die Herstellungsdaten ihrer Reifen. Die ersten beiden Zahlen geben dabei die Produktionswoche an. Finden Sie dort also zum Beispiel eine „30“, wurde der Reifen in der 30 Kalenderwoche hergestellt. Die letzten beiden Zahlen geben wiederum Auskunft über das Produktionsjahr, also zum Beispiel „17“. Enthält ihre DOT-Nummer also die Ziffern „3017“, wurde der Reifen im Juli 2017 hergestellt, genauer gesagt in der 30. Kalenderwoche des Jahres 2017. Das Alter Ihrer Autoreifen ist für einen Reifenwechsel deshalb entscheidend, da die Gummimischung der Reifen mit der Zeit aushärtet. Das wiederum verändert auch das Fahrverhalten - und gefährdet damit im schlimmsten Fall die Fahrsicherheit. Aus diesem Grund sollten spätestens alle sechs bis acht Jahre die Reifen gewechselt werden.

Das Reifenprofil messen


Neben dem Alter ist zudem der Zustand der Reifen ein Grund für einen Reifenwechsel, genauer gesagt: Die Profiltiefe Ihrer Reifen. Gesetzlich vorgeschrieben ist eine Minimalprofiltiefe von 1,6 mm. Der ADAC empfiehlt jedoch eine Profiltiefe von 3 mm bei Sommerreifen und bei Winterreifen sogar von 4 mm. Ob das Profil Ihrer Reifen noch tief genug ist, können Sie ganz einfach selbst bestimmen und zwar mit einer Ein-Euro-Münze. Der Rand einer Ein-Euro-Münze ist 3 mm breit. Stecken Sie die Münze in das Profil am Reifenrand und in der Reifenmitte. Verschwindet der Rand im Reifen, ist die Profiltiefe ausreichend. Um sicher zu gehen, dass das Reifenprofil des gesamten Reifens ausreichend ist, wiederholen Sie diesen Test um den Reifen herum verteilt an verschiedenen Stellen.
Weitere Informationen zur Reifenprofiltiefe finden Sie hier.

Rechtzeitig wechseln


Wann der richtige Zeitpunkt für den Wechsel der Wagenbereifung gekommen ist, können Sie also ablesen. Einerseits an der Profiltiefe Ihrer Reifen, andererseits an der DOT-Nummer mit den Herstellungsdaten Ihrer Reifen. Spätestens wenn das Profil abgenutzt ist oder ein Alter von sechs bis acht Jahren überschritten worden ist, steht ein Reifenwechsel an. Noch sinnvoller aber ist ein frühzeitiger Wechsel, bevor die Reifen Abnutzungs-oder Alterserscheinungen zeigen. Und bevor die Wetterverhältnisse Winterreifen verlangen. Um Sicher zu gehen informieren Sie sich bei Ihrem Premio-Partner in Ihrer Nähe.